Sporhopaedics Mathys

FAQ

Für welche Indikationen eignet sich Ligamys?

Frische primäre Ruptur des vorderen Kreuzbandes, am Operationstag nicht älter als 21 Tage. Siehe auch Gebrauchsanweisung sowie Leitlinien.

Wie lange dauert die Implantation von Ligamys?

Je nach Verletzungsgrad und intraoperativem Befund dauert der arthroskopische Eingriff in der Regel rund 45 Minuten.

Was ist bei Ligamys im Vergleich zur herkömmlichen VKB-Rekonstruktion zu beachten?

Der wichtigste Unterschied zu einer gebräuchlichen Kreuzbandplastik ist das relativ kleine Zeitfenster: Ligamys sollte innerhalb 21 Tagen nach einem Kreuzbandriss eingesetzt werden, da das Regenerationspotential des Bandes mit der Zeit abnimmt.

Verbleibt das Ligamys-Implantat im Gelenk oder wird es später entfernt?

Ligamys wurde dafür entwickelt, langfristig im Körper zu verbleiben; im Regelfall können alle Bestandteile des Implantats im Gelenk belassen werden. Nach abgeschlossener Behandlung (rund 6 Monate) oder aus klinische Notwendigkeit kann der Monoblock in der Klinik durch einen minimal-invasiven, operativen Eingriff entfernt werden. Der Polyethlyen-Faden verbleibt im Kniegelenk und verwächst mit dem Kreuzband.

Wird das ruptierte Kreuzband bei der Ligamys-Behandlung zusammengenäht?

Nein, das Ligamys-Implantat übernimmt lediglich die Stabilisierung des Knies. Damit wird die mechanische Voraussetzung für ein Zusammenwachsen des Kreuzbandes geschaffen, ohne die rupturierten Band-Enden jedoch zu vernähen. Sie werden lediglich durch einen Hilfsfaden adaptiert, damit ein mögliches Zusammenwachsen am richtigen Ort stattfinden kann.

Was geschieht, wenn das Kreuzband trotz Ligamys nicht wieder zusammenwächst?

Wie bei jeder Operation besteht auch bei der Versorgung mit Ligamys ein Risiko, dass der gewünschte Behandlungserfolg nicht eintritt. In solchen Fällen kann zu einem späteren Zeitpunkt ein herkömmlicher Kreuzbandersatz vorgenommen werden.

Kann nach einer erfolglosen Ligamys-Behandlung noch eine herkömmliche Kreuzband-Rekonstruktion vorgenommen werden?

Ja, wenn die Versorgung mit Ligamys nicht den gewünschten Behandlungserfolg bringt, ist eine VKB-Rekonstruktion nach wie vor möglich. Weder die Patella- noch die Hamstring- oder die Quadrizep-Sehne werden beim Ligamys-Eingriff beeinträchtigt und stehen somit weiterhin als Transplantatquellen zur Verfügung.

Nehmen Patienten das Ligamys-Implantat im Unterschenkelknochen wahr?

Bei den meisten Patienten verursacht der Monoblock in der Tibia keine wesentlichen Beeinträchtigungen. Im Einzelfall kann eine kleine Erhebung an der vorderen Schienbeinkante unterhalb des Kniegelenks ertastet werden. Diese ist unproblematisch und völlig normal. Sollte der Monoblock allerdings stören oder in seltenen Fällen Schmerzen bereiten, kann dieser mit einem ambulanten Eingriff entfernt werden.

Wie gross werden die Narben am Knie?

Für die arthroskopische Ligamys-Implantation sind lediglich kleine Schnitte nötig, um die Operationsinstrumente ins Gelenk einzuführen. Die beiden Zugangsschnitte am Kniegelenk sind jeweils rund 1,5 cm lang, für die Implantation der Metallhülse am Unterschenkel (Monoblock) ist ein etwa 4 cm langer Schnitt erforderlich. Bei den meisten Patientinnen und Patienten sind die Narben nach Abschluss der Heilung unauffällig und kaum noch sichtbar.

Aus welchen Materialien besteht das Implantat?

Die Implantat-Komponenten bestehen aus Materialien, die sich in der Orthopädie über Jahre bewährt habe: Der Faden ist aus dem Kunststoff Polyethylen gefertigt, das Plättchen am oberen Ende besteht aus Titan. Der Monoblock in der Tibia wird aus medizinischem Implantat-Stahl hergestellt. Bei Patientinnen und Patienten mit Hypersensibilität (Allergie) auf gewisse Metalle sollten den behandelnden Arzt darauf ansprechen. Weitere Informationen sind in der Gebrauchsanweisung zu finden

Welche Reha-Massnahmen sind bei Ligamys vorgesehen?

In Zusammenarbeit mit den Physiotherapeuten im Inselspital Bern, Schweiz, wurde ein Reha-Schema für die Nachbehandlung von Ligamys-Implantationen entwickelt, welche allerdings als Leitlinien zu verstehen sind. Die Broschüre steht bald als Download zur Verfügung.

Können trotz des Ligamys-Implantats später noch MRT-Aufnahmen angefertigt werden?

Ja, spätere MRT-Untersuchungen sind unter bestimmten Bedingungen möglich (sog. MR Conditional). Genauere Angaben zu den Beschränkungen für Ligamys in der MR-Umgebung sind in der Gebrauchsanweisung unter Punkt 7 aufgeführt.

Kann das Ligamys-Implantat auch bei Rupturen anderer Bänder (z.B. Seitenbänder) eingesetzt werden?

Ligamys wurde speziell für die Behandlung von Rissen des vorderen Kreuzbands entwickelt und findet zum heutigen Zeitpunkt ausschliesslich dort seine Anwendung.

Können sportliche Aktivitäten nach Abschluss der Behandlung wieder aufgenommen werden?

Ja. Patienten, welche mit Ligamys behandelt wurden, konnten meist ihre sportliche Aktivität wieder aufnehmen. Allerdings ist zu beachten, dass der Regenerationsverlauf individuell ist und damit keine generellen Zeit- und Aktivitätsangaben gemacht werden können. Der genaue Zeitpunkt für die Rückkehr zum Sport sollte in Absprache mit dem behandelnden Physiotherapeuten definiert werden.

Wohin können Patienten überwiesen werden?

Das Ligamys-Implantat darf ausschliesslich von Ärzten eingesetzt werden, welche die entsprechende Schulung durchlaufen haben. Ligamys wird daher nur in ausgewählten Kliniken eingesetzt, die Zahl der zugelassenen Krankenhäuser wächst allerdings kontinuierlich. Die aktuelle Liste der Operationszentren ist unter "Zentren" aufgeführt. Wichtig: Patienten müssen innerhalb von 21 Tagen nach der Ruptur operiert werden!

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Auf diesen Internet-Seiten sind allgemeine Informationen über das Implantat Ligamys, Kreuzband-Verletzungen und deren Behandlungsmethoden sowie über die Herstellerfirma Mathys AG Bettlach vorhanden. Es sind keine fachlichen Ratschläge, Empfehlungen, Anweisungen oder verbindliche Angebote darin enthalten. Wenn Sie Fragen zu Ligamys haben, kontaktieren Sie uns bitte direkt unter info@ligamys.com

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